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Renal Pharmacist

Laufendes Projekt

Wir gratulieren den 4 Krankenhausapotheken, deren Projekte nach Abschluss des zweistufigen Auswahlverfahrens ausgewählt wurden. Es gab 13 Projekteinreichungen, vielen Dank allen, die sich hier engagiert haben. Den Krankenhausapotheken wünschen wir viel Erfolg bei der Projektdurchführung!

Apotheke Rudolf Virchow Klinikum Glauchau

Das Projekt „Renal Pharmacist“ ist am 01.02.2020 am Rudolf Virchow Klinikum Glauchau gestartet. Es erfolgt eine tägliche Abfrage der Nierenparameter von Patienten der Bereiche Geriatrie, Psychiatrie und Chirurgie (Orthopädie, Unfallchirurgie, Allgemein- und Viszeralchirurgie) mithilfe des Labortools im „LabCentre“ durch die Apothekerinnen Frau Jana Rudolph und Sarah Leuschner. Dabei werden die Patienten mit einer Glomerulären Filtrationsrate (GFR) < 60 ml/min/1,73 m2 (nach CKD-EPI) gefiltert und ihre Medikationskurven auf den Stationen gesichtet. Die verordneten Medikamente werden unter Bezugnahme der aktuellen Laborparameter und individuellen Faktoren wie u.a. Alter, Körpergewicht und Körpergröße auf renale sowie andere arzneimittelbezogene Probleme überprüft.

Bisher wurden bereits 715 Medikationsanalysen durchgeführt, die zu 285 Interventionsvorschlägen über schriftliche pharmazeutische Konsile führten. Durch das Projekt konnte die Stationsarbeit im Klinikum weiter ausgebaut werden, was u.a. zu der regelmäßigen Teilnahme an den unfallchirurgischen/orthopädischen Oberarztvisiten führte.

Zentralapotheke KKiMK, Iserlohn

Seit Februar 2020 betreuen die Renal Pharmacists Ina Richling, Pharm. D. (UFl, USA) und Dr. Philipp Müller Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion in den Katholischen Kliniken im Märkischen Kreis. Montags, mittwochs und donnerstags finden interdisziplinäre Kurvenvisiten mit den Oberärzten der unfallchirurgischen und geriatrischen Stationen statt. Patienten mit einer eGFR < 50 ml/min/1,73 m2  (CKD-EPI) werden selektiert und auf renale arzneimittelbezogene Probleme überprüft. Die notwenigen Änderungen der Medikation werden direkt mit den Ärzten besprochen und zusätzlich in ORBIS als Konsile dokumentiert und in den Arztbrief übernommen. Zusätzlich findet auf Wunsch der Ärzte noch 1x wöchentlich für alle Patienten des Klinikums mit eGFR < 30 ml/min/1,73 m2 eine pharmazeutische Medikationsanalyse statt. Bisher erhielten schon über 1000 Patienten die pharmazeutische Betreuung des Renal Pharmacist. Durch ein Interview in der Laienpresse mit der Apothekerin Ina Richling und dem leitenden Oberarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie Boris Owandner  konnte das Projekt im Landkreis bekannt gemacht werden.

Zentralapotheke Klinikverbund Südwest, Sindelfingen

Das ‚Renal Pharmacist‘ Projekt ist am 01.06.2020 am Klinikum Sindelfingen gestartet. Das Apothekerteam um Herrn Dr. Andreas von Ameln-Mayerhofer, Frau Meike Sieg (bis 31.08.2021) und Frau Larissa Albus (seit 01.09.2021) führen auf zwei unfallchirurgischen Stationen Medikationsanalysen bei Patienten mit einer eGFR < 60 ml/min/1,73 m2 (CKD-EPI) durch. Die Nierenfunktion wird  händisch aus Laborprogramm gefiltert. Die Medikamente werden auf renale sowie andere arzneimittelbezogene Probleme überprüft. Die Interventionsvorschläge werden vorrangig persönlich mit den Ärzten besprochen, ansonsten werden schriftliche Konsile in den Patientenakten hinterlegt. Im Rahmen der Geriatrischen Komplexbehandlung begleiten die Apotheker die Ärzte 1x in der Woche auf Visite. Zusätzlich wird eine Beratung zur patientenindividuellen Dosierung angeboten, um insbesondere nierentoxische Effekte von Aminoglykosiden und Vancomycin zu vermeiden.

Apotheke Klinikum Starnberg

Die Renal Pharmacists Katrin Bayerlein und Ann-Kristin Gerke identifizieren am Klinikum Starnberg seit Januar 2020 abteilungsübergreifend zweimal wöchentlich arzneimittelbezogene Probleme (ABP) bei mittel bis hochgradig nierenkranken PatientInnen (CKD Stadium 3b und 4). Dabei bringen sie sich in  ein interdisziplinär nephrologisches Betreuungskonzept ein und erarbeiten aufgrund einer umfassenden Medikationsanalyse praxisrelevante Lösungsvorschläge zur Vermeidung der identifizierten ABP für die einzelnen PatientInnen.

Gemeinsam mit  dem leitenden Arzt der Nephrologie Prof. Dr. Hans-Paul Schobel  wurden bereits über 1000 Medikationsanalysen durchgeführt. Durch den interdisziplinären Austausch zwischen den behandlungsführenden Ärzten, der Nephrologie sowie der Apotheke soll die Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) für niereninsuffiziente PatientInnen in der ganzen Klinik erhöht werden.

Eine kürzlich erschienenes Interview zum Welttag der Patientensicherheit 2021 hat das Projekt auf lokaler Ebene einem breiteren Publikum kommuniziert.

Pressemitteilung der Krankenhausapotheke Klinikum Starnberg anlässlich des diesjährigen Welttages der Patientensicherheit, 17.09.2021:

Hier geht's zur Mitteilung

30.06.2019

Deadline für Anträge Stufe 1

Downloads:

Antragsformular

Bestätigungsformular Apothekenleiter

Bestätigungsformular Fachbereichsleitung

07.2019

Bescheid Stufe 1

15.09.2019

Deadline für Anträge Stufe 2

01.02.2020

Projektstart

31.12.2021

Voraussichtliches Projektende

Ausschreibung

 

Patienten mit einer eingeschränkten Nierenfunktion haben ein hohes Risiko für Arzneimittelbezogene Probleme, wie die Nichtbeachtung von Kontraindikationen, unangepasste Wirkstoffauswahl oder fehlende Dosisanpassung. Die Wahrscheinlichkeit für Nebenwirkungen oder längere Krankenhausaufenthalte steigt. Etwa 20% der Patienten im Krankenhaus weisen eine eingeschränkte Nierenfunktion auf. Apotheker können sich erfolgreich auf verschiedenen Ebenen der Versorgung niereninsuffizienter Patienten im Krankenhaus einbringen. Neben der Überprüfung der Medikation auf die korrekte Anpassung an die Nierenfunktion, kann dies z.B. auch die Schulung von Patienten, Unterstützung des Anämie-, Osteoporose- und kardiovaskulären Managements einschließen.

Während Apotheker als Renal Pharmacist im Krankenhaus in vielen Ländern etabliert sind, ist dies in Deutschland nur punktuell der Fall. Die Stiftung Patient & Klinische Pharmazie hat das Ziel, die Etablierung der Klinischen Pharmazie insbesondere im stationären Bereich in Deutschland aktiv und breit zu fördern. Dazu schreibt sie deutschlandweit das Projekt Renal Pharmacist aus. Gefördert werden 2 bis 3 Projekte eines Renal Pharmacist, die, angepasst an die jeweilige Situation des Krankenhauses, klinische Pharmazie für die Betreuung von niereninsuffizienten Patienten konkret umsetzen. Ziel ist die Förderung von Praxisprojekten nicht-universitärer Krankenhausapotheken. Promotionen sind ausgeschlossen.

Antragsberechtigt sind Apotheker einer deutschen, nicht-universitären Krankenhausapotheke. Das Projekt ist auf zwei Jahre Förderungsdauer angelegt und beinhaltet Personalkosten in Höhe von 50-100% TV-L E14, der Umfang ist an das beantragte Projekt anzupassen. Geplanter Start für die Projekte ist Januar 2020, der Projektzeitraum geht bis zum 31.12.2021. Die Ausschreibung erfolgt in einem zweistufigen Prozess.

Für Stufe 1 ist das Antragsformular mit einer kurzen Projektdarstellung (Ausgangssituation, Ziel, Durchführung, beantragter Stellenumfang), dem Nutzen für Patient/Klinik, dem Verstetigungspotential, der Eigenleistung, und der Zustimmung des Apothekenleiters und Klinikdirektors (Fachbereichsleitung) einzureichen. Einreichungen sind nur per E-mail möglich. Rückfragen können an info@pukph.org gerichtet werden. Antragszeitraum für Stufe 1 ist vom 01.04.19 bis zum 30.06.19.

Nach einer Vorauswahl der eingereichten Projekte durch den Vorstand der Stiftung wird in Stufe 2 eine ausführlichere Antragsbeschreibung eingereicht. Detaillierte Informationen dazu erhalten die ausgewählten Antragsteller bis Ende Juli 2019. Einreichungen für Stufe 2 können bis 15.09.2019 erfolgen.

Für die Apotheker, die in den bewilligten Projekten mitarbeiten, ist zur Einarbeitung ein verpflichtendes Tutorial geplant. Die Apotheker der bewilligten Projekte sollen in engem Austausch zusammenarbeiten, um ihre Kompetenzen auf dem Gebiet gemeinsam weiterzuentwickeln. Über die klinisch-pharmazeutische Tätigkeit des Renal Pharmacist ist eine zeitsparende Dokumentation zu führen, die vorab projektabhängig mit der Stiftung abgestimmt wird. Die geförderten Projekte reichen zudem jährlich einen Bericht bei der Stiftung ein.

Die Stiftung Patient & Klinische Pharmazie möchte mit dieser Ausschreibung ausdrücklich kleine und mittlere Krankenhausapotheken unterstützen und lädt alle Kollegen dieser Häuser herzlich ein, Anträge einzureichen.

Mit der Einreichung eines Antrags stimmt der Antragsteller zu, dass alle dort genannten Angaben für die Bearbeitung durch die Stiftung verwendet und gespeichert werden.

Benutzen Sie bitte für die Antragstellung folgende Dokumente, die zum Download auf der Seite der Stiftung Patient & Klinische Pharmazie bereit stehen:

  • Antragsformular

  • Bestätigungsformular Apothekenleitung

  • Bestätigungsformular Fachbereichsleitung

 

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Schicken Sie bitte das unterschriebene Antragsformular und die unterschriebenen Bestätigungsformulare eingescannt per E-Mail an info@pukph.org bis spätestens 30.06.2019.