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Intensive Care Pharmacist

 

Wir gratulieren den 3 Krankenhausapotheken, deren Projekte nach Abschluss des zweistufigen Auswahlverfahrens ausgewählt wurden. Es gab 17 Projekteinreichungen, vielen Dank allen, die sich hier engagiert haben.

 

 

  • Krankenhausapotheke im Marienhaus Klinikum Mainz

  • Krankenhausapotheke des Klinikums Starnberg

  • Apotheke des Marienhospitals, Stuttgart

 

Den ausgewählten Krankenhausapotheken wünschen wir eine erfolgreiche Projektzeit und freuen uns auf eine produktive Zusammenarbeit.

Projekt

Krankenhausapotheke des
Klinikums Starnberg
Interdisziplinäres, crossfunktionales Medikations- und Risikomanagement im intensivmedizinischen Digitalisierungsumfeld

 

Der intensivmedizinische Medikationsprozess ist komplex und führt mit einer Prävalenz von 4,5-34,1% zu UAWs, die überwiegend vorhersehbar (74-90%) und weitgehend vermeidbar sind (9-63%). Die Parenteraliagabe bedarf im Umfeld von Pandemie, Leiharbeit und Digitalisierungsdruck besonderer Aufmerksamkeit - Medikationsfehler sind hier besonders schwerwiegend. Deshalb werden die Intensive Care Pharmacists Dr. Katharina Endres und Dr. Angela Ihbe-Heffinger am Klinikum Starnberg ab Oktober 2022 pharmazeutische Risikominimierungsstrategien für Patient:innen der interdisziplinären internistischen und anästhesiologischen Intensivstation etablieren. Schwerpunkte sind die Ausweitung vorbereiteter, interdisziplinärer Arzneimittelvisiten zur Lösung arzneimittelbezogener Probleme (ABP), die Standardisierung der Parenteraliagabe sowie deren Akzeptanzförderung durch vorkonfigurierte Datensätze in elektronischen Verordnungssystemen. Durch den interdisziplinären Austausch zwischen den behandlungsführenden Ärzten, der Intensivpflege sowie der Krankenhausapotheke soll die Arzneimitteltherapiesicherheit – AMTS erhöht werden.

Apotheke des Marienhospitals
Stuttgart
​​

Der „Critical Care Pharmacist“ (ICP) wird im Marienhospital Stuttgart als Ansprechpartner für
Arzneimittel auf der Intensivstation (operative Patienten) und bei Verlegung für nachfolgende Stationen etabliert.
Zu seinen Aufgaben gehört außer der Visitenteilnahme die Medikationsanalyse anhand von
Laborwerten, gefolgt von einer Beratung zur Therapie-Dosisanpassung oder Vermeidung
unerwünschter Nebenwirkungen (pharmazeutische Intervention).
In der Initialphase des Projekts wird anhand einer repräsentativen Patientenstichprobe der Ist-Zustand der pharmazeutischen Interventionen erfasst.
In der Projektphase sollen mehrere Standards überarbeitet und durch Schulungen etabliert werden. Dazu zählen beispielsweise die Dosisanpassung bei Niereninsuffizienz/Dialyse sowie Infusionsschemas und das therapeutische Drugmonitoring (TDM).
Zusätzlich soll der Wechsel von der Intensiv- zur Normalstation pharmazeutisch durch Hinweise im Arztbrief erleichtert werden. Die Arzneimittelsicherheit wird dadurch auch auf der Normalstation verbessert.
Nach Erstellung der Standards wird erneut eine Patient:innenstichprobe erhoben und mit der Initialphase verglichen, um die Effektivität der pharmazeutischen Interventionen darzustellen.

Krankenhausapotheke im
Marienhaus Klinikum Mainz

Ab Herbst 2022 stellt die Krankenhausapotheke im Marienhaus Klinikum Mainz (MKM) einen Intensiv Care Pharmacist ein. Das Förderprojekt ist auf zwei Jahre angelegt. Das MKM ist somit das erste und einzige Krankenhaus der Marienhaus-Gruppe, das eine Stationsapothekerin in Vollzeit beschäftigen wird. Dies wird als Basis dienen für ein weiteres Ausrollen des Konzeptes auf andere Stationen bzw. weitere Kliniken in der Marienhaus-Gruppe.

Aktuell kann die Krankenhausapotheke, aufgrund knapper Personalressourcen, nur punktuell Unterstützung auf der Intensivstation leisten.

Unterstützt wird die Apotheke des Marienhaus Klinikums (MKM) dabei sowohl durch eine externe Begleitung der Stiftung (fachliche Förderung des ICP, regelmäßiger Austausch mit anderen Projektteilnehmern) als auch im Klinikum selbst durch einen interprofessionellen Arbeitskreis. Der ICP berichtet dem Arbeitskreis von seinen Tätigkeiten (Kennzahlen, durchgeführte pharmazeutische Interventionen, erarbeitete Standards, Fallbeispiele) so dass gemeinsam eine Weiterentwicklung besprochen und der Prozess kontinuierlich verbessert werden kann.

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31.12.2021

Deadline für Anträge Stufe 1

Downloads:

Antragsformular

Bestätigungsformular Apothekenleitung

Bestätigungsformular Fachbereichsleitung

31.01.2022

Bescheid Stufe 1

15.03.2022

Deadline für Anträge Stufe 2

01.09.2022

vorraussichtlicher Projektstart

31.08.2024

Voraussichtliches Projektende

Ausschreibung

 

 

Pharmakokinetik und -dynamik können aufgrund pathophysiologischer Veränderungen bei Intensivpatient*innen verändert sein. Darüber hinaus sind der Einsatz komplexer und innovativer Behandlungsmethoden und Pharmakotherapien, häufige Therapie- und Dosisveränderungen und die Anwendung von Arzneimitteln mit geringer therapeutischer Breite Risikofaktoren für das Auftreten unerwünschter Arzneimittelereignisse. Bereits seit 2010 fordert die deutsche interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) die Teilnahme von Apotheker*innen an den Visiten mindestens einmal wöchentlich, sowie eine kontinuierliche konsiliarische Verfügbarkeit auf der Intensivstation. Dies trägt zur Erhöhung der Patienten- und Arzneimitteltherapiesicherheit bei und beeinflusst klinische Parameter wie z.B. Mortalität und Liegedauer positiv.

 

Anders als in Deutschland, ist ein Intensive Care Pharmacist international häufig fester Bestandteil des interprofessionellen Teams der Intensivstation. Die Stiftung Patient & Klinische Pharmazie hat das Ziel, die Etablierung der Klinischen Pharmazie in Deutschland insbesondere im stationären Bereich aktiv und breit zu fördern. Es werden 2 bis 3 Projekte gefördert, die durch den Intensive Care Pharmacist die klinische Pharmazie auf der Intensivstation konkret umsetzen. Die Stiftung Patient & Klinische Pharmazie möchte mit dieser Ausschreibung ausdrücklich kleine und mittlere Krankenhausapotheken unterstützen und lädt alle Kolleg*innen dieser Häuser herzlich ein, Anträge einzureichen. Promotionen sind ausgeschlossen.

Antragsberechtigt sind Apotheker*innen einer deutschen, nicht-universitären Krankenhausapotheke. Das Projekt umfasst zwei Jahre Förderungsdauer und beinhaltet Personalkosten in Höhe von 50-100% TV-L E14, der Umfang ist an das beantragte Projekt anzupassen. Die Ausschreibung erfolgt in einem zweistufigen Prozess.

Das Antragsformular für Stufe 1 ist bis zum 31.12.2021 per E-Mail mit einer kurzen Projektdarstellung (Ausgangssituation, Ziel, Durchführung, beantragter Stellenumfang), dem Nutzen für Patient*innen und Einrichtung, dem Verstetigungspotential, der Eigenleistung, und der Zustimmung der Apothekenleiterin/des Apothekenleiters und der Klinikdirektorin/des Klinikdirektors (Fachbereichsleitung) einzureichen. Nach einer Vorauswahl durch den Vorstand der Stiftung und Expert*innen, reichen die Antragsteller*innen in Stufe 2 eine ausführlichere Antragsbeschreibung bis zum 15.03.2022 ein.

Für die Apotheker*innen, die in den bewilligten Projekten mitarbeiten, wird ein verpflichtendes Tutorial angeboten und eine enge Zusammenarbeit empfohlen mit dem Ziel, gemeinsam Kompetenzen auf dem Gebiet zu entwickeln. Über die klinisch-pharmazeutische Tätigkeit des Intensive Care Pharmacist ist eine zeitsparende Dokumentation zu führen, die mit der Stiftung verbindlich abzustimmen ist. Die geförderten Projekte reichen zudem jährlich einen Bericht bei der Stiftung ein.

Mit der Einreichung eines Antrags stimmt die/der Antragsteller*in zu, dass alle dort genannten Angaben für die Bearbeitung durch die Stiftung verwendet und gespeichert werden.

Benutzen Sie bitte für die Antragstellung folgende Dokumente, die hier zum Download bereit stehen:

 

Zum Ausfüllen benutzen Sie bitte Adobe Reader o.ä..
Schicken Sie bitte das unterschriebene Antragsformular und die unterschriebenen Bestätigungsformulare eingescannt per E-Mail an info@pukph.org bis spätestens 31.12.2021.

Projektkoordination:

Dr. Heike Hilgarth, Leipzig